Die Fußwurzel- und Mittelfußarthrose sind zwei besondere Ausprägungen der Arthrose im Fuß. Der schleichende Gelenkverschleiß tritt meist ab der Lebensmitte auf und kann die Lebensqualität erheblich beeinflussen. Sie wollen mehr zum Themenkomplex Fußwurzelarthrose erfahren? Im folgenden Beitrag finden Sie alles Wissenswerte über ihre Entstehung, die häufigsten Symptome und erfolgversprechendsten Behandlungsmethoden.

Arthrose: Schleichender Verschleiß des Gelenkknorpels

Eine Arthrose im Fuß entsteht durch die Rückbildung der Gelenkknorpel. Der Prozess schreitet meist schleichend voran, da der degenerative Gelenkverschleiß in der Regel durch Abnutzung oder Alterung entsteht. Im weiteren Verlauf des Abbauprozesses reiben dann entsprechend die Knochen aufeinander, was zu tiefliegenden, stechenden oder ziehenden Schmerzen im Gelenk führen kann. Die Bewegungsfähigkeit wird zunehmend eingeschränkt.

Was passiert bei einer Fußwurzelarthrose?

Bei der Fußwurzelarthrose entsteht der Knorpelverschleiß direkt an der Fußwurzel, bei der sogenannten Mittelfußarthrose zwischen Mittelfuß und Fußwurzel. Ständige Überbelastung führt an diesen disponierten Stellen zunächst zu einem Knorpelverschleiß, der sukzessiv fortschreitet. Im Laufe der Zeit bildet sich die puffernde Knorpelschicht immer weiter zurück, bis die Knochen schließlich direkt aneinander reiben

Besonderheit einer Arthrose im Mittelfuß: Genau an dieser Stelle führt die statische Achse durch den menschlichen Körper. Deshalb wird diese kleine Fläche im Laufe des Lebens sehr beansprucht und ist daher für Verschleißerscheinungen prädestiniert.

Wie stellt ein Fußchirurg eine Fußwurzelarthrose fest?

So erkennt der Fußchirurg eine FußwurzelarthroseIst der Verdacht auf eine Fußwurzelarthrose gegeben, stehen bei dem Fußchirurgen Dr. Tonio Gottlieb folgende Untersuchungsmethoden für einen Befund zur Verfügung:

  • Umfangreiche körperliche Untersuchung: Bereits durch genaues Abtasten des Fußes kann der Fußchirurg einen guten Eindruck darüber gewinnen, wie weit der Gelenkverschleiß fortgeschritten ist und dem Verdacht auf eine Fußwurzelarthrose genauer nachgehen.
  • Röntgen: Eine Röntgenaufnahme kann Veränderungen des Gelenkspalts und neu gebildete Knochenauswüchse am Gelenk (Osteophyten) aufdecken. Der Knorpel wird jedoch nicht abgebildet. Eventuelle Knorpelschäden können daher nicht sichtbar gemacht machen.
  • MRT (Magnetresonanztomographie): Gerade im Anfangsstadium einer Arthrose ist eine MRT für die richtige Diagnose hilfreich. Die MRT stellt mit einem starken Magnetfeld und durch Radiowellen das Körperinnere bildlich dar und ist röntgenstrahlungsfrei. Weichgewebe wie Knorpel, Gelenkkapsel, Sehnen, Bänder und Muskeln werden sichtbar. 

 

Für Patienten mit einer Fußwurzelarthrose ist Fußchirurg Dr. Tonio Gottlieb der kompetente  Spezialist rund um das Thema Fußgesundheit und Fuß-OP. Er untersucht Sie mit größter Sorgfalt und hat dabei stets die gesamte Körperstatik im Blick. Ob Erstdiagnose oder Zweitmeinung - vereinbaren Sie gleich Ihren persönlichen Beratungstermin!

Diese Behandlungsmöglichkeiten stehen bei einer Arthrose im Mittelfuß zur Wahl

Zur Behandlung einer diagnostizierten Mittelfußarthrose stehen sowohl konservative (nicht-operative) als auch operative Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Die Wahl der geeigneten Therapie bei einer Mittelfußarthrose ist jeweils abhängig von der Ausprägung der Erkrankung. 

dr.gottlieb 1 von 1Dr. Gottlieb, der spezialisierte Fußchirurg in Berlin rät: „Die Ursache jeder Arthrose – auch der Mittelfußarthrose – ist immer das Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit. Dagegen kann man zwei Dinge tun: Einerseits die Belastung reduzieren – konservativ zum Beispiel durch Schuheinlagen – oder andererseits die Belastbarkeit steigern. Konservativ zum Beispiel durch Krankengymnastik oder eben durch eine Operation.“

Abhängig von Verlauf und Stadium kann eine konservative Therapie helfen

Im Anfangsstadium einer Fußwurzelarthrose können konservative, nicht-operative Therapiemethoden Erleichterung verschaffen. Die gängigsten sind:

  • Schuheinlagen, Schuhzurichtungen: Schuheinlagen oder feste Schuhzurichtungen helfen, die Statik zu stützen. Die Gelenke werden weniger bewegt und belastet, Schmerzen vermindert.
  • Medikamentöse Behandlung: Die Symptome einer Fußwurzelarthrose können mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Substanzen vorübergehend gelindert werden. Auch eine Infiltrationsbehandlung (Spritze) kann Schmerzen gezielt eindämmen.
  • Krankengymnastik: Durch Physiotherapie mit gezielten Fußwurzelarthrose-Übungen kann der Fortschritt der Arthrose aufgehalten werden.
  • Körpergewicht reduzieren: Starkes Übergewicht (bei einem Body-Mass-Index von über 30) sollte reduziert werden, um einer übermäßigen Belastung der Fußgelenke entgegenzuwirken.

In welchen Fällen ist eine Operation sinnvoll?

arthrose 2Ist eine Mittelfußarthrose bereits weiter fortgeschritten und verursacht Bewegungseinschränkungen und Schmerzen, ist eine OP häufig das Mittel der Wahl. Durch eine Operation der Mittelfußarthrose wird die Belastbarkeit des Fußes nachhaltig gesteigert. Der Patient kann seine Füße wieder schmerzfrei und uneingeschränkt belasten. Die Auswahl des geeigneten Operationsverfahrens muss jedoch von Fall zu Fall individuell abgeklärt werden. Grundsätzlich kann eine Mittelfußarthrose-OP entweder die Symptome oder die Ursachen der Arthrose beheben.

Symptomatisches Operationsverfahren (Arthoplastik):

 

Bei einer Arthrose kommt es zu einem Knorpelverschleiß an den Gelenken. Die Knorpel werden abgebaut und können ihre Pufferfunktion am Gelenkspalt nicht mehr ausüben. Als Reaktion bildet der Knochen unterhalb des Knorpels vermehrt Knochenbälkchen und an den Gelenkkanten Knochenanbauten (Exophyten). Diese Knochenauswüchse können Beschwerden wie Beweglichkeitseinschränkungen und Schmerzen verursachen. 

Mit der sogenannten Arthoplastik kann der Chirurg diese Überstände operativ glätten. Die Arthoplastik ist eine gelenkerhaltende Operationsmethode. Sie formt das Gelenk lediglich um und ist eher im Anfangsstadium einer Arthrose sinnvoll. Das ursächliche Problem einer Mittel- oder Fußwurzelarthrose ist durch dieses Operationsverfahren jedoch nicht behoben.

Ursächliches Operationsverfahren:

 

Die eigentliche Ursache einer Mittel- oder Fußwurzelarthrose kann man operativ nur beheben, indem man die betroffenen Gelenke in der Fußwurzel stabilisiert. Ein solches Operationsverfahren bietet sich bei einer schweren und schmerzhaften Fußwurzelarthrose im fortgeschrittenen Stadium an. Mit der OP wird eine Stellungskorrektur und Stabilisierung der Knochen in der günstigsten physiologischen Position erzielt. Dadurch kann der Operateur die Statik wiederherstellen und die Belastbarkeit des ganzen Fußes erhöhen.

Fußchirurg Dr. Tonio Gottlieb kann Ihnen nach einer ausführlichen Untersuchung genau sagen, welche Behandlungsmethoden im Falle einer Mittel- oder Fußwurzelarthrose für Sie am geeignetsten sind. Dr. Gottlieb ist nicht nur ein erfahrener Fußchirurg, sondern forscht auch aktiv rund um das Thema Fußgesundheit. So kann er seine Patienten stets nach den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandeln. Vereinbaren Sie gleich Ihren persönlichen Beratungstermin in der Praxis des Spezialisten!

Anhand dieser Symptome können Sie Arthrose im Mittelfuß erkennen

Bei einer Arthrose im Fuß treten je nach Stadium verschiedene Symptome auf, die sehr typisch für dieses Erkrankungsbild sind. Wenn Sie einige oder mehrere der folgenden Anzeichen bemerken, ist es sinnvoll, den Rat eines Fußspezialisten zur Abklärung einzuholen.  

  • Schmerzen bei jeder Bewegung/Belastung
  • Schmerzen besonders auf der Fußoberseite/Fußrücken
  • Schmerzen beim Aufsetzen und Abrollen des Fußes
  • Schmerzen bei Bewegung und/oder nachts
  • morgendliche Anlaufschmerzen
  • Ruheschmerzen
  • Druckschmerzen
  • höhere Wetterfühligkeit im Fuß
  • Ausweichbewegung über Ferse oder Außenseite des Fußes
  • zunehmende Fehlstellung des Fußes
  • Schwellungen
  • knöcherne Auswüchse
  • Überbeine

Eine übermäßige Belastung des Gelenks als Hauptursache für eine Fußwurzelarthrose

Hauptursache für die Ausbildung einer Fußwurzelarthrose ist in der Regel eine Überbelastung des Gelenks. Aber auch Verletzungen oder verschiedene Stoffwechselerkrankungen, wie z. B. Rheuma, Gicht oder Typ-2-Diabetes können Auslöser sein. Die häufigsten Ursachen sind:

  • Überbelastung: Starke oder ungleich verteilte Belastung schadet auf Dauer den Gelenken. Sport mit einseitiger oder hoher Belastung, das Tragen großer Lasten aber auch Dauersitzen können ursächlich sein.
  • Überlastung durch Übergewicht: Die Fußgelenke tragen jahrzehntelang das gesamte Körpergewicht. Vor allem starkes Übergewicht kann die Belastung der Fußwurzel steigern und zur Ausbildung einer Fußwurzelarthrose führen.
  • Frakturen: Nach einer Verletzung kann sich eine Arthrose frühzeitig, aber auch erst Jahre später an dem betroffenen Gelenk bilden.
  • Trauma der Fußwurzelknochen: Verletzungen der Fußwurzelknochen können durch Sport- oder sonstige Unfälle entstehen und sollten rechtzeitig von einem Fußspezialisten erkannt und fachgerecht behandelt werden.
  • Verletzungen der Lisfranc-Gelenkreihe: Diese Gelenke bilden den Übergang zwischen Fußwurzel und Mittelfuß. Unfallverletzungen in dieser Region können die Entstehung einer Arthrose zur Folge haben.
  • Fehlstellungen: Auch langjährige Fehlstellungen wie ein Knick-, Senk- oder Hohlfuß können die Ursache für eine Fußwurzelarthrose sein.
  • Rheumatische Erkrankungen: Bei Rheuma können sich Entzündungen am Gelenkknorpel bilden. Das kann die Entstehung einer Fußwurzelarthrose fördern.
  • Stoffwechselstörungen: Auch Menschen mit Stoffwechselkrankheiten wie Typ-2-Diabetes oder Gicht leiden häufig unter Arthrose.
  • Idiopathische Entstehung: Besonders bei Frauen kann eine Fußwurzelarthrose auch ohne erkennbaren Grund entstehen.

Deshalb sollten Sie bei einer Fußwurzelarthrose stets einen Fußspezialisten aufsuchen

Bei dem Verdacht auf eine Fußwurzelarthrose sollten Sie immer auf die Diagnose eines Fußspezialisten vertrauen. Nur er kann Ihnen als Experte auf diesem Gebiet die bestmöglichen Behandlungsoptionen aufzeigen. Sein ausgewiesenes Fachwissen wird Ihnen dabei helfen, in Zukunft wieder beschwerdefrei zu sein, unabhängig davon, ob eine Operation durchgeführt werden muss oder nicht.

Leiden Sie an Beschwerden, die auf eine Fußwurzelarthrose hindeuten? Dann vereinbaren Sie am besten gleich einen Untersuchungstermin bei dem Berliner Fußspezialisten Dr. Tonio Gottlieb. Er verfügt über eine umfangreiche Expertise auf dem Gebiet der Fußwurzelarthrose und wird auf der Basis einer fundierten Diagnose eine individuell ausgerichtete Behandlungsempfehlung für Sie erstellen.